„Die Bande“-Veranstaltungsreihe zum Themenfeld Feminismus

Buchvorstellung „Fantifa“ | Montag, 14.10.2o13 – 19 Uhr – Kulturhaus Taranta Babu

Teile des Herausgeber_innenkollektivs lesen aus dem
Buch “Fantifa. Feministische Perspektiven antifaschistischer Politiken”.

Feministische Antifa oder Frauen-Antifa Gruppen entstanden in den frühen 1990er Jahren, meist als Reaktion auf einen fortgesetzten Sexismus in männlich dominierten Antifa-Zusammenhängen. Heute gibt es nur noch wenige solcher Fantifa-Gruppen und auch in der antifaschistischen Geschichtsschreibung spielen sie kaum eine Rolle. Das Buch „Fantifa. Feministische Perspektiven antifaschistischer Politik“ will das ändern. Es geht den Spuren nach, lässt Aktivistinnen zu Wort kommen, beleuchtet aktuelle feministische Antifa-Arbeit, erläutert inhaltliche Schwerpunkte, fragt nach, was aus Fantifa-Gruppen wurde, eröffnet einen Blick auf die Möglichkeiten männlicher antisexistischer Handlungsräume und diskutiert die fortgesetzte Notwendigkeit feministischer Perspektiven in antifaschistischer Politik. Interviews mit Aktivistinnen werden ausführlich durch das Herausgeber_innenkollektiv eingeführt und durch Originaldokumente illustriert. Die vergangenen und aktuellen Debatten um Feminismus, Antisexismus und Antifaschismus sollen so zusammengebracht werden.
Von feministischen Reitpeitschen und Blumenkränzen | Montag, 11.11.2013 – 19 Uhr – Ort wird noch bekannt gegeben

Von feministischen Reitpeitschen und Blumenkränzen Pussy Riot, eine sich als feministisch verstehende Performance-Gruppe in Russland, und Femen, eine internationale “Frauenbewegung” mit ukrainischen Ursprüngen, haben in letzter Zeit öffentlich viel Aufsehen erregt – siehe z.B. das „Punk-Gebet“ von Pussy Riot und deren darauf folgende Inhaftierung oder Femen‘s nacktbrüstiger Angriff auf Putin. Es gab weltweit sowohl Solidarisierungen als auch Kritik an Auftreten sowie Aussagen der Gruppen. Jedoch kommt medial immer nur ein stark vereinfachtes, inhaltsreduziertes Bild rüber. Wer sind denn nun eigentlich Pussy Riot bzw. Femen? Wo lassen sie sich historisch-gesellschaftlich verorten? Wie sind sie jeweils organisiert? Welche Bilder werden erzeugt und welche Folgen haben diese? Wie beschreiben sie sich selbst und welche Positionen vertreten sie? Inwiefern sind diese oder jene als feministisch zu bezeichnen? Wie kann feministische Praxis heute aussehen? Input von der Gruppe e*vibes mit anschließender Diskussion.

Die inhaltliche Schwerpunktsetzung ist den Interessen der Anwesenden anpassbar.
Filmvorstellung: Die Katze wäre eher ein Vogel |Montag, 9.12.2013 – 19 Uhr – Ort wird noch bekannt gegeben

Vier intersexuelle Menschen erzählen von ihren Erfahrungen, Gedanken und Gefühlen.
Was bedeutet die Infragestellung des Geschlechts, einer der wichtigsten Identitätsgrundlagen in unserer Kultur; sie erzählen von Fremdheit im eigenen Körper und Fremdheit in der Gesellschaft, die damit einhergehende Tabuisierung und zwanghafte Anpassung an die heterosexuelle Norm durch schwerwiegende Eingriffe in die (körperliche) Integrität eines Menschen; keine Möglichkeit sich auszudrücken, weil man schnell an Sprach- und Wissensbarrieren stößt und gleichzeitig die Sehnsucht nach Wahrnehmung und Anerkennung.  Doch wo liegt das eigentliche Problem? Dieses dokumentarische Experiment will keinen Versuch machen, das medizinisch-biologische „Phänomen“ Intersex zu erklären. Mediziner/Innen werden in diesem Film nicht zu Wort kommen; ebenso wenig werden Bilder von „uneindeutigen“ Genitalien zu sehen sein . Es geht darum, das Thema Intersex von einer anderen Seite zu betrachten, nicht von der Seite der Medizin, die noch immer die Macht der Kategorisierung innehat, von der alle Begrifflichkeiten pathologisierend geprägt sind und die die intersexuellen Geschlechtsvariationen zum Objekt wissenschaftlicher Untersuchungen macht .
Weitere Informationen: diebande.blogsport.de

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