Veranstaltung „Sexismus war gestern!?“ am 29.06.

Andre Gamerschlag (Dipl.-Sozialwiss./Z.q. Gender Studies) referiert
über eine zentrale Frage in Bezug auf Sexismus oder
Gleichberechtigung von Mann und Frau: Gibt es keine
geschlechtsspezifische Benachteiligung mehr oder sind Frauen
verblendet, wenn sie ihre „Ausbeutung“ nicht mehr erkennen?
Gehen wir von der Alltagswahrnehmung und gegenwärtigen Mythen
aus, die das Denken des Großteils der Menschen beeinflussen, dann
gehört Sexismus (mehr oder weniger) der Vergangenheit an. Viele
Frauen haben keine Einsicht in Sinn und Nutzen von
Gleichstellungsmaßnahmen. Einige Männer gehen sogar soweit, von
einer Diskriminierung ihres Geschlechts zu sprechen.
Junge Frauen machen oft keine Benachteiligungserfahrungen,
sondern werden im dem Glauben erzogen gleichwertig zu sein.
Diese Erfahrungen treten oft erst im Zusammenhang mit dem ersten
Kind oder Barrieren auf der späteren Karriereleiter auf. Aus
feministischer Perspektive ist klar, dass diese Phänomene nach wie
vor vor dem Hintergrund der Geschlechterbinarität und -hierarchie
zu deuten sind. Frauen, die ihre „Unterdrückung“ nicht einsehen
wollen, werden seitens mancher Feminist_innen sogar als verblendet
dargestellt.
Wir befassen uns in dieser Veranstaltung mit einem Problemkomplex
der zwischen zwei Extremen liegt: das Leugnen von Sexismus auf
der einen Seite und das Aufdrängen feministischer Positionen und
Abwerten individualisierter Interpretationen auf der anderen Seite.

Wann? Mittwoch, 29.06.2011 18:00 Uhr
Wo? AStA-Seminarraum, EF 50

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